25.11.2025

Die Pioniere der Autonomie – Warum Logistik, Landwirtschaft und Bergbau zuerst autonom werden

Es ist kein Zufall, dass die ersten echten Durchbrüche beim autonomen Fahren nicht im privaten Pkw entstehen, sondern in wirtschaftlich besonders sensiblen Branchen: Logistik, Landwirtschaft und Bergbau. Hier ist der Handlungsdruck hoch - Fahrermangel, steigende Betriebskosten und wachsende Anforderungen an Effizienz und Sicherheit fordern neue Lösungen. Und zugleich verlangt der Markt nach Effizienz, Planbarkeit und Sicherheit. Genau deshalb wird autonomes Fahren in diesen Bereichen nicht nur erprobt, sondern bereits heute eingesetzt.

Schon vor über zehn Jahren begannen erste Agrarunternehmen in Brasilien und den USA damit, GPS-gestützte Traktoren mit teilautonomen Fahrmodi auszustatten. Heute, ein Jahrzehnt später, liefern Unternehmen wie John Deere Serienlösungen, bei denen Feldarbeit vollständig automatisiert erfolgt. Studien wie die in ScienceDirect zeigen, wie autonome Systeme in der Landwirtschaft nicht nur möglich, sondern wirtschaftlich notwendig werden – insbesondere in Regionen mit großflächigem Anbau und knappen Arbeitsressourcen.  Quelle

Auch im Bergbau hat sich Autonomie längst bewährt. In Australien operieren ganze Minen mit fahrerlosen Schwerlast-Lkw von Caterpillar oder Komatsu. Diese Maschinen bewegen täglich tausende Tonnen Erz durch staubige, gefährliche Umgebungen – ohne dass ein Mensch im Fahrerhaus sitzt. Der entscheidende Vorteil: konstante, planbare Betriebszeiten bei maximaler Sicherheit. Auch in Brasilien – etwa beim Bergbau-unternehmen Vale S.A. – wird diese Entwicklung deutlich: In der Mine im Bundesstaat Minas Gerais wurden bereits autonome Schwerlast­fahrzeuge eingesetzt, womit das Unfallrisiko gesenkt und die Effizienz gesteigert wurde. saladeimprensa.vale.com

Die Logistikbranche befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Während Unternehmen wie Aurora und Kodiak in den USA autonome Lkw auf Interstates testen, entstehen weltweit sogenannte „Hub-to-Hub“-Korridore, auf denen Waren fahrerlos zwischen Verteilzentren transportiert werden. Diese Entwicklung ist kein Experiment mehr, sondern eine gezielte Antwort auf die strukturelle Überlastung des Güterverkehrs. Laut einer aktuellen DHL-Analyse etablieren sich autonome Fahrzeuge im Logistiksektor zunehmend als strategische Ressource. Quelle

Was bisher geschah:

Schon ab 2016 begannen erste Pilotprojekte mit autonomen Agrarrobotern und fahrerlosen Muldenkippern. In der Landwirtschaft zeigte sich schnell, dass standardisierte Prozesse wie Pflügen, Düngen oder Ernten ideale Anwendungsfelder für Automatisierung darstellen. Der Bergbau übernahm dieses Prinzip – allerdings in noch härteren Einsatzgebieten.

Was heute Realität ist:

Im Jahr 2025 sind weltweit nach Branchenangaben mehrere Tausend autonome Fahrzeuge in Logistik, Mining und Landwirtschaft aktiv. So erwartet das Analysehaus GlobalData allein im Bergbau über 1.800 autonome Schwerlastfahrzeuge bis Ende 2025 – ein deutlicher Anstieg gegenüber den knapp 1.100 Fahrzeugen im Jahr 2022 GlobalData. Auch in der Landwirtschaft ist Autonomie längst kein Zukunftsthema mehr: Der Markt für autonome Traktoren wurde 2023 auf rund 1,68 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 auf über 4,2 Milliarden US-Dollar anwachsen – bei jährlichen Wachstumsraten von mehr als 14 % Grand View Research. In den USA sind fahrerlose Trucks bereits auf Interstates wie der Route zwischen Dallas und Houston unterwegs, die Fernüberwachung und Eingriffsmöglichkeiten in den Fahrbetrieb ermöglicht Inside Autonomous Vehicles

Was wir in den nächsten Jahren erwarten:

Bis 2030 wird die Autonomie in Spezialfahrzeugflotten nicht mehr die Ausnahme, sondern der Standard sein. Flottenbetreiber weltweit investieren gezielt in Drive-by-Wire-Technologien, OTA-fähige Steuerungseinheiten und redundante Fahrzeugarchitekturen. In diesem Umfeld setzt sich zudem auch Teleoperation flächendeckend durch, zunächst als Rückfallebene, mittelfristig als Bindeglied zur Vollautonomie.

Warum Arnold NextG hier Maßstäbe setzt

Mit unserer Plattform NX NextMotion liefert Arnold NextG nicht nur die technische Basis für autonome und teleoperierte Fahrzeuge, sondern ein ganzheitliches Sicherheits- und Steuerungskonzept, das speziell auf den Einsatz in hochkomplexen und unter extremen Bedingungen ausgelegt ist. Safety-by-Wire ist dabei mehr als ein Slogan, es ist unser technisches Versprechen: eine durchgängig redundante Architektur für Lenkung, Bremse und Antrieb, zertifizierbar nach ISO 26262 ASIL D und ISO 61508 SIL3 Dank modularer Systemauslegung und nativer Teleoperations-Schnittstellen ist NX NextMotion nicht nur funktional skalierbar, sondern auch zukunftssicher – für seriennahe Anwendungen ebenso wie für komplexe Spezialfahrzeuge.

Welche Branche seht ihr als Treiber autonomer Mobilität?
Ist es die Logistik, die Landwirtschaft oder doch ein anderer Bereich?

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Ein freundlich lächelnder glatzköpfiger Mann mit Brille der Mathias Koch ist un dein Ansprechpartner ist.
Mathias Koch
Business Development